Projekte in Umsetzung

Natur im Siedlungsraum – dafür lohnt es sich zu arbeiten
Mitten in Cham, Hagendorn und in Lindencham finden viele Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum. Schöne Baumbestände verwandeln öde Umge-
bungen in attraktive Parklandschaften. Gut gestaltete Spiel- und Grillplätze sind Oasen der Erholung. Früher fielen solche Lebensräume als Nebenprodukt an. Heute müssen wir unsere Umgebungen gezielt gestalten. Diese Gestaltung ist ein sehr kreativer Prozess und kann gerade in verdichteter Bauweise zu erstaunlichen Resultaten führen. Mit viel Kreativität und einem begrenzten Budget lassen sich Räume schaffen, welche den Bewohnerinnen und Bewohnern die nötige Ruhe geben, unseren Kindern Spiel- und Aben-
teuerflächen bringen und auch für Pflanzen und Tiere gute Lebensräume bieten. Viele einheimische Sträucher zeigen im Frühling ihr   Blütenkleid, bringen im Sommer leuchtende Beeren und Früchte und erfreuen uns im Herbst mit farbigem Laub. Zusammen mit Wildblumen bieten sie unzähligen Kleintieren Lebensraum.
Davon profitieren Singvögel und Fledermäuse, welche in den Nisthilfen ruhen und ihre Jungtiere grossziehen können.Die Arbeitsgruppe Natur im Siedlungsraum unterstützt mit Einzelberatungen, Kursen, Broschüren und mit aktivem Dialog die Gestaltung vielfältiger, attraktiver Lebensräume im Siedlungsraum. Dieses kreative Gestalten und Entwickeln führt letztendlich auch zu einem Standortvorteil für ganz Cham.


Schwerpunktthema "Waldrand und Waldsäume"
Das Landschaftsentwicklungskonzept Cham (LEK) definiert Ziele zur Aufwertung von ökologisch wertvollen Lebensräumen und Vernetzungs-korridoren. Artenreiche und gestufte Waldrandbereiche in Verbindung
mit Magerwiesensäumen sind zu erhalten und zu fördern. Artenreiche, stufige Waldränder bieten verschiedene Vorteile sowohl für den Natur- und Landschaftsschutz, als auch für die Forst- und Landwirtschaft (höhere Bestandesstabilität, grössere Arten-vielfalt, geringerer Schattenwurf, weniger Konfliktpersonal punkto Sicherheit, erhöhter Lichteinfall, vielfältiger Lebensraum).
Das LEK Cham sieht in 13 Wäldern unserer Gemeinde auf einer Länge
von rund 15 km Waldrandaufwertungen vor. Die Umsetzung erfolgt unter Leitung des Amtes für Wald und Wild. Der Kantonsförster definiert mit den Waldeigentümern die auszuführenden Massnahmen. Die Waldeigentümer werden durch den LLC für die nicht kostendeckenden Massnahmen ent-
schädigt. Die Umsetzung hat im Jahre 2013 begonnen.


Schwerpunktthema "Bäume"
2012/2013 lag der Schwerpunkt der Aktivitäten der Arbeitsgruppe Bäume ausserhalb des Siedlungsgebietes. So konnten zwei attraktive Projekte realisiert werden: Der Chriesigarten Enikon und die  Eichenallee Islikon.
Im Jahr 2014 beschäftigt sich die Arbeits-gruppe Bäume vor allem mit dem Baum-
bestand innerhalb des Siedlungsraumes. Sie nimmt Stellung zum städtebaulichen und architektonischen Leitbild der Gemeinde Cham, in dem Bäume eine wichtige Rolle spielen. Zudem soll ein langfristiges Baumkonzept für die Gemeinde erarbeitet werden.


Renaturierung Tobelbach/Dürrbach/ Bibersee
Nach langer Vorbereitungszeit in den Jahren 2007-2012 konnte das Projekt zur Renaturierung des Tobelbaches im Jahr 2013 aufgelegt werden. Nach der Genehmigung durch den Kantonsrat und der erteilten Baubewilligung konnte mit der Umsetzung im Frühling 2014 gestartet werden. Bis im Herbst 2014 können die Arbeiten am Bachlauf von Seite Rumentikon bis zum Schützenhaus Niederwil inklusive der Öffnung des Dürrbaches bis zum Scheibenstand abgeschlossen werden.
Gleichzeitig wurde mit der Wiederherstellung des Bibersees begonnen. Durch Funde aus dem Mittelalter wurden die Arbeiten verzögert. Mitte November 2014 werden die Arbeiten wieder aufgenommen.